Gelenkarmmarkise

Eine Balkonmarkise gibt es heute in unzähligen verschiedenen Ausführungen und Designs. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie einen flexiblen Sonnen- und Wetterschutz bieten sollen, der bei Nichtgebrauch einfach eingerollt beziehungsweise eingeklappt werden kann. Dafür gibt es verschiedene Techniken, die hinter den heutigen Markisensystemen stecken. Die bekannteste dabei ist die so genannte Gelenkarmmarkise.

Diese Markisenform zeichnet sich durch ihre sehr gute Stabilität, verbunden mit einer langen Haltbarkeit aus. Bei einer Gelenkarmmarkise wird das Tuch dadurch gespannt, dass der Benutzer einen ausfahrbaren Gelenkarm mithilfe einer Kurbel oder eines elektrischen Mechanismus bewegt. Das Tuch ist also an diesem Gelenkarm befestigt und breitet sich mit aus, sobald dieser nach vorne fährt.

Die Mechanik des Gelenkarms ist in der Regel aus stabilem und leichten Aluminium gefertigt, es gibt aber inzwischen auch Konstruktionen, die komplett aus Kunststoff bestehen. Dank der stabilen Bauweise kann auch starker Wind einer Gelenkarmmarkise meist nichts anhaben, und auch bei Regen bietet sie einen guten Schutz.

Der Nachteil: Die aufwändige Mechanik macht die Markise relativ sperrig und zugleich teuer. Es muss also genügend Platz auf dem Balkon vorhanden sein, um eine solche Markise zu installieren. Für sehr schmale Balkone eignet sie sich in der Regel kaum, da der Gelenkarm hierbei nur unzureichend ausgefahren werden kann. Zudem benötigt eine Gelenkarmmarkise meist eine regelmäßige Wartung, so muss beispielsweise das Gestänge geölt oder gefettet werden, damit es dauerhaft funktionsfähig bleibt. Da die Markise fest an der Hauswand angebracht wird, ist es bei einem Umzug schwierig, diese mitzunehmen, insbesondere deswegen, weil nach dem Abbau hässliche Löcher in der Hauswand zurückbleiben.